aaremilch-Info

Nr. 116 vom 11. Oktober 2022

Wir stellen vor: Das neue aaremilch-Info!

Geschätzte Milchproduzentinnen, geschätzte Milchproduzenten,

Wir sind nun digital unterwegs! Wie schon angekündigt, präsentiert sich das aaremilch-Info nun in Form dieses Newsletters. Quartalsweise werden Sie auf diesem Weg über die wichtigsten Meldungen, Marktinformationen und natürlich über die Milchpreise informiert.

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Viel Spass beim Lesen!


Der neue Verwaltungsrat der aaremilch AG, v.l.n.r.: Ruedi Bigler, Roland Oberholzer, Matthew Robin, Urs Jenni, Hansueli Jungen. Es fehlt: Rolf Bernhard

1. GV der aaremilch AG, der neue Verwaltungsrat wurde eingesetzt

Am 30. September fand in Schönbühl die ausserordentliche GV der aaremilch AG statt. Dies, nachdem sowohl die Verwaltung des Migros Genossenschaftsbundes wie auch die Wettbewerbskommission grünes Licht zur Partnerschaft zwischen aaremilch und ELSA gegeben haben. Das Hauptziel der GV war die Einsetzung der neuen strategischen Führung für die aaremilch AG. Sowohl die Milchproduzenten wie auch ELSA haben Anrecht auf je drei Vertreter im Verwaltungsrat.

Von den bestehenden Mitgliedern wieder gewählt wurden:

Ruedi Bigler, 62, Landwirtschaftsbetrieb mit Milchwirtschaft Schweinezucht und -Mast sowie Ackerbau in Moosseedorf
Hansueli Jungen, 52, Landwirtschaftsbetrieb mit Milchwirtschaft, Bergzone I, Wimmis
Urs Jenni, 56, Landwirtschaftsbetrieb mit Milchwirtschaft, Gemüse- und Ackerbau, Ins

Neuwahlen: Als Vertreter von ELSA neu gewählt wurden:

Matthew Robin, 57, CEO ELSA-Mifroma Gruppe
Roland Oberholzer, 53, Leiter Finanzen und IT Segment 2 Migros Industrie (Milch, Käse, Saucen, Plantbase)
– Rolf Bernhard, 50, Leiter Agronomie und Produktionssysteme beim Migros Genossenschaftsbund

Aus dem bestehenden Verwaltungsrat haben im Hinblick auf die Generalversammlung drei Mitglieder ihren Rücktritt erklärt:

– Andreas Flükiger, Lützelflüh
– Jürg Iseli, Zwiselberg
– Beat Mühlethaler, Port

Die drei Persönlichkeiten wurden an der GV unter Würdigung ihres grossen Engagements verabschiedet.

 

2. Plus zwei Rappen für das letzte Quartal dank gesenktem Fondsbeitrag

Der Vorstand der BO-Milch hat entschieden, den Einzug für den Fonds Rohstoffverbilligung um 2.0 Rp von 4.5 auf 2.5 Rp/kg zu senken. Diese Massnahme bewirkt einen um 2.0 Rp höheren Auszahlungspreis auf der nicht verkästen Molkereimilch. Der Grund für den reduzierten Einzug liegt an der momentan guten finanziellen Situation im Fonds Rohstoffverbilligung. Der Fonds stützt Schweizer Milchgrundstoffe wie Milchpulver in verarbeiteten und exportierten Nahrungsmitteln (z. B. Schokolade) abhängig von der Preisdifferenz für Milchfett und Milcheiweiss zwischen der Schweiz und dem Ausland. Die gestiegenen Milchpreise im Ausland führten zu einer tieferen Auszahlung aus dem Fonds und damit zu einem geringeren Mittelbedarf. Für das Jahr 2023 ist wieder mit einem deutlich höheren Mittelbedarf zu rechnen. Deshalb ist die Massnahme befristet auf das vierte Quartal 2022.

 

3. Milchpreis konventionell nach Branchenstandard (grüner Teppich)

Der ausbezahlte Preis steigt im Q4 um 2.0 Rp/kg dank des tieferen Beitrags für den Fonds Rohstoffverbilligung. Der saisonale Zuschlag von 3.0 Rp/kg gilt noch für den Monat Oktober.

 

4. Milchpreis Bio

Der ausbezahlten Preis steigt im Q4 um 2.0 Rp/kg dank des tieferen Beitrags für den Fonds Rohstoffverbilligung. Der saisonale Zuschlag von 6.0 Rp/kg gilt noch für den Monat Oktober.

 

5. Milchpreis Tunnellösung

Es ist damit zu rechnen, dass Spot-Milch im letzten Quartal nach wie vor zu Vertragspreisen abgesetzt werden kann. Der Milchpreis für Tunnellösungsmilch entspricht daher auch im Q4 dem Preis für konventionelle Milch nach BNSM.

 

6. Tiefere Milchproduktion im ersten Halbjahr 2022

Im ersten Halbjahr 2022 wurde in der Schweiz weniger Milch produziert als im ersten Halbjahr 2021. Bei der Biomilch war der Rückgang ausgeprägter.

7. Interessenvertretung der aaremilch-Produzenten: 2023 neu mit Vollversammlung

Im Zuge der Partnerschaft aaremilch-ELSA wurde in den Gremien der aaremilch AG auch die Diskussion über eine effektive politische Interessenvertretung der aaremilch-Produzenten geführt. Das Resultat der Diskussionen:

– Die aaremilch AG steht weiterhin vollumfänglich hinter den Dachorganisationen der Milchwirtschaft und wird ihre Produzenten auch künftig darin vertreten. Namentlich bei den Schweizer Milchproduzenten (SMP), in der Branchenorganisation Milch (BOM) und in der Sortenorganisation Emmentaler Milchproduzenten (SEM)

– Für die Interessenvertretung bleiben die bestehenden Kommissionen der aaremilch AG erhalten: Kommission Industriemilch, Kommission Käsereimilch und Vollversammlung Käsereimilch. Mitglieder in den Kommissionen sind ausschliesslich aktive Milchproduzenten.
– Neu geschaffen wird ab 2023 zusätzlich eine Vollversammlung der Industriemilchproduzenten. An diese Versammlung werden sämtliche Lieferanten eingeladen (Ein Produzent = 1 Stimme)

– Sämtliche Vertreter in den übergeordneten nationalen Organisationen werden durch die Vollversammlungen gewählt

Mit dieser pragmatischen Lösung ist sichergestellt, dass die Milchproduzenten ihre Beschlüsse bezüglich Interessenvertretung unter sich und ohne Mitsprache der ersten Verarbeitungsstufe fällen können. Der Verwaltungsrat hat bezüglich der Interessenvertretung keine Aufgaben mehr.