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Die verträgliche Milch

A2-Urmilch: Chance für Milchproduzenten

In Zukunft rechnen wir damit, dass die Nachfrage nach A2-Urmilch steigt. Für Milchproduzenten eröffnet sich hier eine Chance: Wer frühzeitig auf A2-Stiere setzt, kann von einem wachsenden Markt profitieren. Denn diese Milch ist für die Konsumenten allgemein besser verträglich. Neue, vielversprechende Studien des Universitätsspitals Zürich bestätigen dies und werden eine konkretere Auslobung der besseren Verträglichkeit der A2-Milch bei allergisch reagierenden Personen ermöglichen.

In der Schweiz ist A2-Milch noch zu wenig bekannt. Derzeit bietet lediglich Migros Aare A2-Milch im Detailhandel an. Doch die Zeichen stehen auf Wachstum: Sollte das Bewusstsein für den Mehrwert dieser Milch auch in der Schweiz steigen, will aaremilch bereit sein zu liefern. Besamen Sie daher Ihre Kühe wenn möglich mit Stieren, die A2 vererben. Aktuell ist der Bedarf an A2-Milch bei aaremilch zwar gedeckt, interessierte Produzenten können sich auf der Geschäftsstelle melden und werden auf einer Warteliste eingetragen.

Warum A2-Milch verträglicher ist
In ihrem Erbgut tragen Kühe unterschiedliche Gene, die bestimmen, welche Milchproteine sie produzieren. Eine Kuh kann eine von drei genetischen Varianten tragen und damit einem von drei Genotypen zugeordnet werden: A1A1, A1A2 oder A2A2. Die Milch von all diesen Kühen ist identisch – bis auf die Position67 in der Eiweisskette des jeweiligen Beta-Kaseins. Das hat Auswirkungen darauf, wie die Milch von uns verdaut wird. Viele vertragen die Milch der verbreiteteren A1-Kühe schlechter; es geht um ein spezielles Peptid (Betacasomorphin-7, kurz BCM7). In der Milch von A2-Kühen kommt dieses Peptid nicht vor, deshalb ist sie verträglicher.