Am 25. November trafen sich in Thun rund 300 Milchproduzentinnen und –produzenten zur 3. Vollversammlung Interessenvertretung, gekoppelt mit der SMP-Regionaltagung. Die Veranstaltung bot eine wichtige Plattform für den Branchendialog.
Unter Leitung von Urs Jenni wurden die Jahresrechnung der Milch- und Käsemarketingbeiträge mit kleinem Gewinn, Budget und Verbandsbeiträge 2025/26 genehmigt sowie die aaremilch-Vertreter in Branchengremien bestätigt.
Aktuelle Milcheinlieferungen
Die Einlieferungen bei aaremilch stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1.65%. Schweizweit besteht ein Überangebot an Milch, weshalb ab Januar 2026 C-Milch eingeführt wird. Für aaremilch gilt: Mengen über der Monatsvertragsmenge werden ab Januar bis voraussichtlich Juni 2026 als C-Milch abgerechnet. Empfehlung: Überproduktion möglichst vermeiden.
SMP-Präsident Boris Beuret betonte die Notwendigkeit, Einlieferungen zu senken, um den Markt im Gleichgewicht zu halten.
Rückblick SMP-Regionaltagung
Die Geschäftsleitung der SMP beleuchtete zentrale Themen wie Agrarpolitik AP2030+, Zölle, Exporte, Bundesfinanzen sowie aktuelle Fragen wie PFAS und Tiergesundheit. Projekte wie «Selbstcheck Lebensqualität» und «Klimarechner» sollen die nachhaltige Weiterentwicklung unterstützen.
Im Swissmilk-Marketing zeigte sich: Käseimporte übersteigen Exporte, doch Produkte wie Quark (+14.3%), Milchmix (+7.2%) und auch Käse (+4.8%) gewinnen an Beliebtheit. Trotz wachsendem Konsum bleibt der Preisdruck im Detailhandel hoch.